Tricks wie man den richtigen Aktienfonds findet

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Tricks wie man den richtigen Aktienfonds findet

Die richtige Anlage in Aktienfonds, Anleihenfonds oder Do it Yourself über Robo Advisor

Der folgende Artikel zeigt, dass weniger die Fonds Performance des Aktienfonds wichtig ist als die Entscheidung für die Umsetzung einer perönlichen Anlagestrategie. Insbesondere bei längerfristigen Geldanlagen (das bedeutet eine Geldanlage von über 5 Jahren) lohnt es sich damit zu beschäftigen, wie genau die Anlage bzw. welcher Deutsche oder Europäische Fond genau als Investmentfond verwendet wird oder ob die Anlage sogar selbst über ETF (exchange traded fonds - eine besonders günstige Variante des Aktienfonds mit oftmals weniger als 0,5% jährlichen Kosten) gemanaged werden kann. 

Eigentlich macht es kaum Sinn nach Begriffen wie beste Investmentfonds, Fonds Bewertung, Vergleich Aktienfonds, Fonds Entwicklung, Performance Aktienfonds oder Fondssparplan Vergleich zu suchen. Auch Empehlungen oder besonders empfehlenswerte Fonds können bei der Systementscheidung nicht helfen.

Bei einer langfristigen Anlageentscheidung besteht die maßgebliche strategische Wahl darin, ob ich mich für ein aktives Fondmanagement entscheide (und damit auch die Kosten für einen aktiv gemangeten Aktienfond zahlen muß) oder ob ich einen passiven Fond mit geringen Kosten kaufen kann. Zusätzlich ist es auch wichtig, dass die Anlageentscheidung für den Aktienfond mit meinem persönlichem Risikoprofil übereinstimmt. 

Der Unterschied zwischen passivem & aktivem Anlegen in Aktienfonds

Wie bereits erwähnt ist der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Arten von Vermögensverwaltung wie die Anlagestrategien umgesetzt werden. Der aktiv verwaltete Fond versucht die Marktleistung durch die Auswahl von super performance Wertpapieren zu übertrumpfen. Das heißt, der Fondsmanager versucht den Aktienbestand auszuwählen, der sich viel besser als der Marktdurchschnitt entwickeln wird. Mit anderen Worten, der Manager ist bestrebt, erfolgreiche Aktien auszuwählen, da diese Unternehmen vermutlich Ihre Wettbewerber übertreffen werden (oft sind das die "Hippen und Coolen Unternehmen").

Nach einer Theorie, können Manager das “Stock-Picking” als eine der rentabelsten Methoden zur Leistungssteigerung eines Portfolios in Betracht ziehen. Der Grundgedanke hierbei beruht darauf, dass die Märkte ineffizient sind und es oft lange dauern kann zwischen der Veröffentlichung von Daten, Nachrichten oder Schlagzeilen und der erforderlichen Preisänderungen, die die neue Information spiegelt. Geschickten Managern ist es daher möglich, Marktineffizienzen auszunutzen und die Performance auf dem breiten Markt zu verbessern (lesen Sie auch hierzu unsere weiteren Beiträge).

Passiv gemanagten Fonds versuchen den breiten Markt in der Regel durch einen Index zu folgen. Manager dieser Fonds versuchen nicht, den Markt zu übertreffen; grundsätzlich sind sie bestrebt ein Portfolio zu haben, das einen breiten Marktindex widerspiegelt. Fast alle passiv gemanageten Aktienfonds haben die hoch bezahlten Portfoliomanager durch Algorithmen ersetzt. Da oft nur ein Index (wie zum Beispiel der DAX) nachgebildet wird benötigt man keine Portfoliomanager, sondern ein Computer kann entsprechende Anteile zum passiven DAX Indexfond nachkaufen, falls der DAX sich einmal ändern sollte. Der Gedanke hinter dieser passiven Strategie ist, dass ein breites und gut diversifiziertes Portfolio die Risiken, im Zusammenhang mit Stock-Picking, stark reduziert. Passive Aktienfonds (meist ETF) haben dramatisch geringere Kosten als aktiv gemanagte Aktienfonds.

Das Portfolio des passiven Aktienfonds kann normalerweise die durch den Index erzielbaren Renditen nachbilden. Warum schafft der Aktienmarkt als breite Assetklasse (Anlageklasse) positive Renditen? Die Theorie hinter dieser Frage ist, dass Anleger für das Risiko des Haltens von Unternehmensanteilen belohnt werden müssten. Mit Aktien ist nämlich ein besonders hohes Risiko verbunden, im Falle eines Konkurses werden Aktionäre erst ganz zum Schluss ausgezahlt (das bedeutet nach den Anleihenschuldnern). Des Weiteren zahlt die Aktie normalerweise variable Dividenden und unterliegt verschiedenen weiteren Risiken. Sie ist jedoch auch die Assetklasse, die den Wert eines Unternehmens am besten hält; wenn der Wert eines Unternehmens sich erhöht, so erhöht sich auch der Wert seiner Aktien. Auf dieser Weise, erhalten Anleger für das Halten der Aktien auch ihre Entschädigung.

Aktives Management bedeutet ein höheres Risiko und nicht unbedingt eine größere Belohnung

Bei passivem Management, ist es nicht unbedingt notwendig, konzentrierte Mengen von mehreren Aktien zu halten, denn man ist beim passiven Aktienfonds in den gesamten Markt investiert. Bei aktiven Aktienfonds gibt ein viel größeres Risiko und eine geringere Chance, tatsächlich die richtigen Aktien zu wählen. 

Stellen Sie sich ein breites und mit einer bestimmten Anzahl von ETFs, gut diversifiziertes Portfolio vor, das insgesamt 200 verschiedene Aktien umfasst. Auch wenn eines dieser Unternehmen völlig in Konkurs geht, wäre der Gesamtverlust für das Portfolio nicht mehr als 1/2%, also sehr gering. Auf der anderen Seite, bei einem aktiven Aktienfond von insgesamt 10 Aktien, würde das Scheitern eines dieser Investitionen ein Verlust von 10% entsprechen.

Die meisten aktiv gemanagten Investmentfonds dürfen keine zu hohen Konzentrationen einer bestimmten Aktie haben, doch kann die Auswahl der falschen Aktien sehr negative Auswirkungen auf die Gesamtleistung des Portfolios haben. Die Tatsache, dass sie eher eine Auswahl anstatt den breiteren Markt halten, bedeutet eine gewisse Anfälligkeit für das Auswahlrisiko dieser Fonds. Hinzu kommt die Tatsache, dass viele aktiv gemanagte Aktienfonds in hippe und coole Unternehmen wie Apple, GoPro oder Tesla investieren um eine herausragende Rendite zu erzielen. Es sind aber auch besonders diese Unternehmen, die sich in guten Zeiten besonders gut Entwickeln, die dann in schlechten Zeiten besonders viel an Wert verlieren (ein Apple von heute kann sich als ein Nokia oder Blackberry herausstellen, oder ein Tesla als ein Enron).

Leistungsvergleich

Rückblickend auf Jahrzehnte zeigt ein Leistungsvergleich, dass es sehr schwer ist einen längeren Zeitraum zu finden, wo aktiv verwaltete Fonds die des passiv gemanagten Peers übertreffen. Es ist wichtig, das Konzept der nachhaltig positiven Erträge zu verstehen. Aktive Manager, die gute Leistungen liefern, können durchaus gefunden werden. In der Regel findet die überdurchschnittliche Entwicklung (Outperformance) innerhalb eines begrenzten Zeitraums statt. 

Doch mit Indexfonds in den Aktienmarkt zu investieren setzt einen langfristigen Anlagehorizont voraus. Das Investieren sollte eher als Marathon statt als Sprint betrachtet werden. Dabei ist es wichtig, langfristige Ergebnisse und nicht kurzfristige Renditen von 1 oder 2 Jahren zu beobachten.

Oftmals fällt es Anlegern schwer diesen Marathon in schlechten Zeiten zu überstehen, da eventuell genau im ungünstigsten Moment verkauft wird. Ways2Wealth bietet eine Möglichkeit spezielle Risikoprofile zu entwerfen, die bei rückläufigen Märkten durch eine Kombination von Aktien und Anleihen, einen geringeren Verlust erzielen als der Gesamtmarkt.Testen Sie den Ways2Wealth Portfolioansatz kostenlos und unverbindlich.

Ein Leistungsvergleich (Fonds Performance Vergleich) zwischen passiven und aktiven Aktienfonds zeigt die interessante Metrik, wie oft aktive Aktienfonds im Vergleich zu passiven Fonds  einen Erfolg verzeichnen konnten. Wenn die meiste Zeit die Leistung der aktiven Fonds, die der passiven Fonds übertreffen, könnte man denken, in aktive Fonds zu investieren wäre die bessere Wahl. Doch die Daten zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist, denn passive Aktienfonds übertreffen aktive Aktienfonds nahezu immer bei einer längerfristigen Betrachtung. 

Die folgende Tabelle zeigt den Prozentsatz des passiven und aktiven Management-Fonds, die ihren passiven Index übertroffen haben.

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Die “Lowest Cost” Spalte (niedrigste Kosten) stellt das passive Management Fonds dar; mit anderen Worten, die Fonds mit den niedrigsten Gebühren. Die “Highest Cost” Spalte (höchste Kosten) stellt aktiv verwaltete Fonds dar, d.h. die Fonds mit den höchsten Gebühren. Über den Zeitraum von 10 Jahren, der am 31. Dezember 2014 endete, können wir erkennen, dass die Leistung der passiven Fonds die der aktiven Fonds in allen Kategorien übertroffen hat. 

Beispiel: Im BereichUS Large Value (zweite Zeile) übertrafen passive Fonds ihren Index zu 66,3% der Zeit. Bei den aktiven Fonds wurde der Index nur zu 18,6% der Zeit übertroffen. Die Tabelle von Morningstar zeigt, dass passive Fonds, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, eine überdurchschnittliche Entwicklung erreichen werden.

Die folgende Tabelle zeigt, dass noch am Ende eines Zeitraumes von 10 Jahre nur 50,22% der aktiven Fonds nach wie vor am Markt sind, während der Anteil bei passiven Fonds 64,91% betrug. Die Tabelle zeigt auch hinsichtlich der annualisierten Rendite von passiven Fonds, eine höhere durchschnittliche Leistung. Auf einer vermögensgewichteten Basis, war die durchschnittliche jährliche Wertentwicklung für passive Fonds um 0,94% höher über einen Zeitraum von 10 Jahren. Diese 0,94% entsprechen auch ungefähr den Mehrkosten, die ein aktiv gemanagter Fond teuerer ist als ein passiv gemanagter Fond. Die Performance von passiven Fonds übertraf auch die der aktiven Fonds in allen anderen gemessenen Zeiträumen.

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Die Tabelle zeigt auch, dass höhere Gebühren nicht unbedingt eine höhere Rendite bedeuten. Die Performance per Gebühren-Quartil (siehe “Performance by Fee Quartile”) war am für passiv gemanagte Fonds im 25. Perzentil am höchsten; d.h. Fonds mit Gebühren im untersten Viertel.

Obwohl aktiv gemanagte Fonds für bestimmte Anleger in Frage kommen könnten, zeigen die Daten, dass passiv gemanagte Fonds auf lange Sicht bessere Chancen haben ihren Index zu übertreffen. Sie haben außerdem niedrigere Gebühren und höhere Überlebenschancen.

Zusammenfassung

Die wichtigste Entscheidung besteht darin, welche Art von Fond mit welchen Kosten Sie kaufen. Normalerweise sind aktiv gemanagte Aktienfonds deutlich teuerer als passiv gemanagte Aktienfonds (aktive Aktienfonds enthalten sorgar zumeist noch intransparente Performance Regeln, die den Fondsmanagern hohe Provisionen im Erfolgsfall zusichern). 

Entwerfen Sie sich auf unserer Seite ein kostenloses Portfolio basierend auf passiv gemanagten ETF ohne jegliche Kosten oder Verbindlichkeiten. Die Fonds, die wir zur Zusammenstellung des Portfolios verwenden haben wir aus einem einer weltweiten Menge von über 5000 Fonds nach Kriterien wie Kosten und Performance ausgewählt (lesen Sie dazu mehr in unserem Investmentansatz Artikel).




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Avatar  Werner 7 months ago

Bisher hatte ich auf Nebenwerte Aktienfonds, Aktienfonds Deutschland, global Zertifikate, Sparplan Fonds und Anleger Fonds in meinem Depot gesetzt. Was ich hier gut finde ist, dass genau die Fonds Prozent Anteile die Rendite in Prozent angegeben werden. Ich werde ab jetzt als ETFs Anleger in die empfohlenen ETF Indexfonds investieren und mein Depot genauso kaufen.



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